Enjoy Kuba: Eine karibische Inselreise

Einleitung

„Kuba ist mehr als nur Rum, Zigarren und heiße Musik…“Kommt mit mir nach Kuba! Dieser Inselstaat ist voller spannender Gegensätze und hat viel zu bieten: Abwechslungsreiche Landschaften, sehr herzliche Menschen und parallel dazu: Tourismusboom und realexistierender Sozialismus mit ungewisser Zukunft.

Illustriert ist mein Reisebericht über Kuba mit Bildern aus meiner Feder, die man auch kaufen kann.

Havanna

Hola La Habana! Wenn man vor dem Reisebeginn an Havanna denkt, so hat man oft Bilder von Oldtimern in Regenbogenfarben und genauso, bunte in die Jahre gekommene Stadtvillen im Sinn. Und so ist es auch: Amerikanische Oldtimer aus den 40er- und 50er-Jahren fahren durch Kubas sehr pulsierende und farbenfrohe Hauptstadt.

Straße mit Kolonialbauten

Mein ganz persönliches Lieblingsambiente ist ein breiter Boulevard mit bonbonfarbenen Kolonialbauten inklusive der besagten legendären Straßenkreuzer. Was für ein Bilderbuchmotiv und eine City-Tour im offenen Verdeck ist ein absolutes Muss! Vergessen Sie jedoch nicht, ausreichend Sonnenschutz, den obligatorischen Strohhut und natürlich Ihre komplette Fotoausrüstung mitzunehmen.

Besondere Kleinode findet man…

1am Platz um die Kathedrale

Der von der Catedral de la Virgen Maria de la Concepción Immaculada (auch schlicht Catedral de San Cristóbal oder Catedral Colón genannt) dominierte Platz ist ein sehr wichtiges Symbol der Altstadt. Im 16. Jahrhundert wurde hier das erste Äquadukt der Stadt und damit das erste in dieser Neuen Welt fertiggestellt. Die Kathedrale folgte dann im 18. Jahrhundert.

Das gegenüberliegende Gebäude ist ein sehr schönes Beispiel einer traditionellen Händlerresidenz. Heute beherbergt es das Museo de Arte Colonial mit einer durchaus umfangreichen Sammlung von Artefakten der Kolonialzeit. Auf der linken Seite stehen die beiden Herrschaftshäuser Palacio del Conde Lombillo und Palacio de los Marqueses de Arcos.

2angrenzend am Plaza de Armas (Waffenplatz)

Mein Tipp

Gönnt euch mindestens einen Mojito auf der ruhigen Dachterrasse des Hotels Ambos Mundos, wo der Schriftsteller Ernest Hemingway im Zimmer 511 über zehn Jahre residierte.

Für mich ist dieser Plaza der “Bücherplatz“. Im Schatten der von vier Königspalmen umrahmten Marmorstatue Carlos Manuel de Céspedes stehen täglich (außer montags) süße kleine Bücherflohmarktstände. Fast wie Klein-Paris anmutend, wären da nicht Frühwerke der Castro-Brüder und Che Guevaras in der Auslage. Der Plaza des Armas ist der älteste und einer der schönsten Plätze in Havanna. Vormals ein Exerzierplatz, wurde er später zum Zentrum der politischen und militärischen Macht und gilt sozusagen als Wiege der Stadt. Denn an der Westseite des Platzes steht dann der Palacio de los Capitanes Generales, welcher 65 Generalkapitänen (Gouverneure) als Residenz diente. An der Nordostseite befindet sich hingegen das Castillo de la Real Fuerza. Das Kastell ist der älteste Militärbau Havannas und sollte früher vor Piratenangriffen schützen. Es war jedoch aufgrund seiner strategisch ungünstigen Lage tief in der Bucht wenig geeignet. Sich anschließend  stößt man auf El Templete, den Nachbau eines dorischen Tempels. Der Legende nach soll an dieser Stelle 1509 die Stadt San Cristóbal de La Habana, also Havanna, gegründet worden sein.

3am Plaza de San Francisco de Asís

Die einstige Bedeutung als Handelszentrum zeigt sich unter anderem an zwei Bauwerken: der Aduana General de la República (ehemaliges Zollhaus) und der Lonja del Comercio, der früheren Börse. Auf der Südseite befindet sich die beeindruckende Iglesia y Convento de San Francisco de Asís, ein Franziskanerdomizil und dessen vorgelagerter Brunnen. Interessant ist ebenfalls das Rum-Museum. Das „fröhliche Kind des Zuckerrohrs“ wurde es passender Weise vom Schriftsteller Fernando Campoamor genannt. Der Havana Club ist dabei die berühmteste der kubanischen Rumsorten.

Einen sehr guten Beobachtungsposten bietet die Außenbestuhlung des Cafe del Orientale. Von hier aus lassen sich die vorbeiströmenden  Touristengruppen, fliegende Händler usw. im Detail verfolgen. Man kann einen Drink oder Imbiss nehmen und hat gleichzeitig einen direkten Blick auf die Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe, den Terminal Sierra Maestra.

In der Verlängerung des Terminals entlang der Wasserfront kommt man im Übrigen zur Kunsthalle Antiguos Almacenes  San José. Vor Ort stapeln sich unzählige Gemälde bis zur Hallendecke mit allem, was das Herz begehrt. Selbst wenn man nichts kaufen will, sollte man sich die Zeit nehmen, durch die Gänge zu streifen und den Farben- und Formenreichtum zu betrachten. 

4Besondere Kleinode findet man am Plaza Veija

Ursprünglich als Plaza Nueva (Neuer Platz) angelegt, bekam dieses Gelände im 19. Jahrhundert seinen heutigen Namen „Alter Platz“. Von Arkaden und historischen Gebäuden aus insgesamt vier Jahrhunderten umsäumt, gilt er als gelungenes Beispiel der Altstadtsanierung. Ganz besonders erwähnenswert ist die Cámara Oscura, die mit ihrem 360°-Teleskop im achten Stock einen guten Überblick über Habana Veija bietet. Der Alltag in den kleinen Gassen, die mit Oldtimern und mit Touristen vollgestopften Straßen und die vielen Sehenswürdigkeiten werden damit deutlich und vergrößert eingefangen. Heute zieren moderne und sehr farbenfrohe Hundestatuen den Platz und flankieren kreisrund den umzäunten Marmor-Brunnen. Vormittags verwandelt sich die Umgebung in eine Freiluftarena für die Kinder des Stadtteils. Mangels eines ganz normalen Sportplatzes gibt es Körperertüchtigung vor dem Planetario. Dieses Planetarium ist ein weiteres Schmuckstück hier am Platz, welches teilweise von Japan finanziert und 2010 eingeweiht wurde.

5rund um den Parque Central

Havannas legendäre Oldtimer Hier wird jeden Nachmittag im Schatten tropischer Bäume musiziert. Salsa-Klänge schallen über den Platz und man kann nicht anders, als mit den Hüften zu wippen oder gar das Tanzbein zu schwingen und das umgeben von einer Kulisse von Prachtbauten. Allem voran das Gran Teatro de La Habana, die älteste Bühne Mittelamerikas. Die erste Premiere erlebte dieses sehr würdevolle Haus im Jahre 1837. Gleich nebenan ist auf zwei Häuser verteilt dass Museo Nacional de Bellas Artes, das kubanische Nationalmuseum der schönen Künste. Interessant ist zudem das Centro Asturiana, ein herrlicher Kolonialpalast, in dem auf fünf Etagen Kunst aus Asien, Europa und den USA gezeigt wird. Havannas schönstes Art-déco-Gebäude ist das Edificia Bacardí, der ehemaliger Zweiwohnsitz der ach so berühmten Rum-Dynastie.

Wenige Meter entfernt in Richtung Capitolio Nacional trifft man auf die größte Oldtimer-Parade in Havanna. Auto an Auto aufgereiht glitzern sie in allen Regenbogenfarben in der Sonne und buhlen um die Gunst der Urlauber. Hobbyfotografen, zückt eure Kameras!

Noch drei Worte zum Capitol: Makellos und fast von jedem Punkt der Stadt aus zu sehen, hat dieses architektonische Juwel sage und schreibe eine Fläche von 38.875 Quadratmetern. Es ist ein Spiegelbild des Washingtoner Kapitols und war ursprünglich als Präsidentenpalast geplant. Später war es Sitz des kubanischen Repräsentantenhauses und des Senats. Durch die Revolution waren diese beiden Kammern plötzlich überflüssig, jedoch brauchten die Akademie der Wissenschaften und Teile der Nationalbibliothek und des Umweltministeriums ein neues Zuhause und zogen so in den weißen Prunkbau ein.

Das Geld der UNESCO und der Titel Weltkulturerbe haben in der Havanna Vieja (Altstadt) Wunder bewirkt. Andere Stadtteile wie Centro dürften hingegen ein grausames Dasein. Die Ärmsten der Armen vagabundieren mit der ganzen Familie in einsturzgefährdeten Häusern, und dies ohne Strom und Wasser. Für uns Außenstehende ist es unvorstellbar, wie man so leben kann. Ich war entsetzt! Doch die Kubaner selbst sind überlebens- und improvisationsstark. Davor habe ich großen Respekt!

Die Hotels werden teilweise künstlich mit Nahrungsmittel und Wasser versorgt. Der Tourismus und die „Kunstwährung CUC“ für Ausländer bringen die so notwendigen Devisen auf die Insel. Auch Internet gibt es nur in den staatlichen Hotel in der Touristenwährung CUC, über Rubelkarten für 30 Minuten oder eine Stunde und … mega langsam. Für die Einheimischen natürlich unbezahlbar. 1 CUC = 1 Kubanischer Peso convertible entspricht rund 1 Euro, was für uns Touristen nicht billig ist. Der Kubanische Peso, spanisch Peso cubano = CUP, ist die Währung der Einheimischen. Etwa 1:24 ist der Umtauschkurs für Kubaner. Ausländern ist es unter Strafe verboten, CUPs zu besitzen. Bereits für 1 CUC bekommt man ein Tütchen Churros. Straßenverkäufer backen in ihren kleinen Wagen Teigschlangen zu goldbraunen Gebäckköstlichkeit mit ganz viel Zucker.

Wenn ich nun einen Friedhofsbesuch empfehle, dann ist das kein makaberer Scherz. Ganz im Gegenteil! Der Cementerio de Cristóbal Colón ist mit etwa einer Million Gräbern der größte Friedhof Amerikas, drittgrößter weltweit und durchaus sehenswert. Schon sein 22 Meter hohes „Tor des Friedens“ ist verheißungsvoll. Die dahinter befindliche Mischung aus Zurschaustellung von Mausoleen Wohlhabender sowie Totenstadt und Pilgerstätte ist tatsächlich ein Anziehungspunkt gleichfalls für Touristen und Einheimische.

Ein “Must See“ der anderen Art ist auf jeden Fall der Plaza de la Revolución. Bekannt aus den Nachrichten, wenn an kubanischen Feiertagen die großen Machtbekundungen für den Sozialismus abgehalten wurden. Dort fanden dann die obligatorischen Aufmärsche und das heroische Winken für die Revolution von 1959 und für die Castro-Brüder statt. Für uns Ausländer irritierend. Den fast übergroßen 45.000 Quadratmeter-Platz flankieren zudem Konterfeis von Che und Fidel Castro sowie ein Monument zu Ehren José Martí, dem Apostel Kubas. Die weiteren Bauwerke des Platzes sind Geschmackssache und erinnern eher an die ostdeutschen Plattenbauten.

Vom Plaza de la Revolución geht es dann weiter zu Fuß über die Universidad de La Habana, Havannas Denkfabrik mit zauberhafter Freitreppe, vorbei am berühmten Eiscafé Coppelia in Ufo-Form und der landesweit unumstrittenen Nummer Eins der Hotels, dem Hotel Nacional de Cuba, zum Malecón. Der Malecón ist jener Prachtboulevard an der Küstenlinie Havannas, der auch schon als Filmkulisse für “Fast & Furious“ diente. Das spanische Wort Malecón bezeichnet eine Ufermauer aus Stein und so führt als acht Kilometer lange Uferstrecke vom Hafen ins Viertel Vedado. Täglich ist er brennender Sonne, salziger Luft und den Autolawinen ausgesetzt.

Wehranlage in der Bucht von Havanna Am Denkmal Monumento Máximo Gómez geht es dann durch einen Tunnel auf die gegenüberliegende Seite von Havanna. Zur Absicherung des Hafens wurde am Eingang der Bucht die Festungsanlage Castillo de los Tres Reyer del Morro errichtet. Gleich ein paar hundert Meter weiter wurde noch eine zweite Wehranlage, die Fortaleza San Carlos de la Cabaña, gebaut.

Zusätzlich gibt es Segen aus siebzehn Metern Höhe, denn wie in Lissabon thront eine riesige Christus-Figur über der Hafeneinfahrt. Da kann nichts schiefgehen!

In diesem Sinne geht es von Havanna weiter über die Autobahn gen Westen. Die Fahrt ist zum größten Teil ein langweiliges und monotones Unterfangen. Nur das ständige Ausweichen vor Schlaglöchern lässt einen nicht einschlafen und bedarf einer erhöhten Aufmerksamkeit. Das letzte Teilstück zwischen Pinar del Río und Viñales ist hingegen eine Offenbarung. Quer durch den „Garten Kubas“ verläuft die 25 Kilometer lange, verhältnismäßig gut ausgebaute Strecke. Allerdings sie ist schmal, voller Serpentinen und Haarnadelkurven und die einzigartige Naturlandschaft ringsum kann schnell ablenken. Also aufpassen, hier ist ein Unfallschwerpunkt.

Viñales

Im Tal von Viñales erwartet euch einer der schönsten und von der UNESCO als „Kulturlandschaft der Menschheit“ ausgezeichneten Nationalparks Kubas… Beeindruckende, sehr mächtige Kegelkarstfelsen, die wie schlafende Riesen in der Gegend liegen. Ein wenig erinnernd an die Landschaft aus dem Film „Avatar“ oder an die rote Erde von Australiens Outback, kombiniert mit einer außergewöhnlichen Vegetation und Artenvielfalt.

Zur Erkundung dieses kleinen Paradieses nimmt man sich am besten einen Scout. Dieser führt euch auf seinem geheimen Pfad durch stille Täler, vorbei an klaren Bächen, auf verwunschenen Wegen hin zu den Tabakplantagen und Kaffeefarmen der Region. Unser Führer hieß Señor José. Der kleine, drahtige Mann lief wie ein Duracell-Häschen ohne Ermüdung bergauf und bergab.

Ihr solltet auf jeden Fall drei bis vier Stunden für die Wanderung – mit Start in der angenehmen Morgenkühle – einplanen. Und vergesst nicht, euren ganz persönlichen „José“ zu buchen.

Kubas Outback

Apropos Zigarren: Wusstet ihr, dass den Tabakdrehern während ihrer Arbeit vorgelesen wird? Beispielsweise Weltliteratur wie „Der Graf von Monte Christo“ oder William Shakespeares „Romeo und Julia“ und so heißen die begehrtesten Zigarren je nach dem Gehörten dann Montecristo oder Romeo y Julieta. Zudem ist der Geheimrezept von Che etwas für die Gelegenheitspaffer. Das Mundstück in Honig getaucht, schon schmeckt der Zigarrenqualm deutlich lieblicher. Ich werde sicher trotzdem kein Raucher.

Eine weitere Attraktion des Tales sind die zahlreichen Höhlen. Mindestens eine seht ihr ganz sicher auf Ihrer Scout-Tour. Ins Auge fällt darüber hinaus eine moderne Felsenmalerei aus dem 20. Jahrhundert: ein überdimensionaler Farbkasten auf 120 x 80 Metern mit einer Darstellung der Evolution des mexikanischen Künstlers Leovigildo González Morillo.

Viñales selbst ist Geschmackssache. Gefühlt ist es ein langes Straßendorf, wo links und rechts noch ein paar Stichstraßen abgehen. Einen Schönheitspreis hat der Ort von mir nicht bekommen. Aber man kann  dort das eine oder andere Restaurant finden, wobei ich „El Olivo“ empfehle.

Die nächste Strecke führt uns von Viñales gen Süden mit einem Zwischenstopp an der legendären Schweinebucht (spanisch: Bahía de Cochinos). Die Konterrevolutionäre sind damals nur ein paar Kilometer weit gekommen und waren nicht erfolgreich. Anders ist es heute! Allnächtens gibt es je nach Unterkunft eine erfolgreiche Invasion von Krabben und Mosquitos – mit der Unterstützung ihrer Freunde, den Echsen und Fröschen. Eklig! Der weiße Sandstrand und das samtweiche Meerwasser entschädigen tagsüber dafür. Übrigens ist es im Frühjahr am Schlimmsten: Mit den Regenschauern im Frühling kommen ganze Krabbenkolonien von überall. Quasi – Krötenwanderung auf Kubanisch.

Da wir gerade in der Natur und im Tierreich unterwegs sind, noch eine kleine Anmerkung: Der Tocororo oder besser Kubatrogon ist das Nationaltier Kubas. Es ist ein kleines Kerlchen, ein kleiner Vogel (25 bis 28 cm) mit einem Gefieder in den Farben der kubanischen Nationalflagge: Rot, Blau und Weiß. Das nenne ich Patriotismus und Nationalstolz!

Flamboyan

Die Schmetterlingsblume ist die kubanische Nationalpflanze. Ganz hübsch, aber ich habe kurzerhand den Titel an den Flamboyan, den Flammenbaum, vergeben. Während der Blütezeit macht er seinem Namen alle Ehre: Der Baum ist dann durch seinen Fruchtstand kaminrot entflammt. Ein Exemplar steht auch in der Schweinebucht, in der Nähe des Tauchzentrums Club Octopus.

Apropos nationaler Titel: Der Nationalheld des Landes ist ganz sicher Che Guevara oder mit kompletten Namen Ernesto Rafael Guevara de la Serna. Wir alle wissen, er war marxistischer Revolutionär, Arzt und Autor. Che war gleichsam eine Symbolfigur in der Kubanischen Revolution. Noch heute leuchtet sein Bild an jeder Ecke in Kuba. Die Propaganda-Abteilung der Regierung leistet auch darüber hinaus gute Arbeit. Kein Dorf ist zu klein, um nicht mit Plakaten ausgestattet zu sein. Großflächige Schilder, die tagtäglich an den Sieg der Revolution und die Errungenschaften des glorreichen Sozialismus erinnern. Ein Grund mehr, warum sich die Menschen des Landes mit dieser Staatsform verbunden fühlen.

Cienfuegos

Die Bucht von Jaguar und die Stadt Cienfuegos, die die Menschen vor Ort selbst als die “Perle des Südens“ bezeichnen, wurden von Christoph Kolumbus 1494 entdeckt. Heute hat der bezaubernde Küstenort zwei Zentren. Ein kulturelles Zentrum rund um den Parque Jóse Martí. Der frühere Exerzierplatz bildet den absoluten Mittelpunkt und sogleich die Oase der Stadt. Seine Seiten sind in alle vier Himmelsrichtungen mit kolonialen Prachtbauten gespickt.

Ost

Die im neoklassizistischen Stil erbaute Catedral de la Purisíma Concepción  ist das bedeutendste Gebäude am Platz, wenngleich der Putz an und in der Kathedrale etwas bröckelt.  Die bereits begonnene Renovierung soll Abhilfe schaffen.

West

Am Parque Jóse Martí

Am Parque Jóse Martí befindet sich zudem der einzige Triumphbogen Kubas. Er stammt aus dem Jahr 1902 und ist der Unabhängigkeit des Landes gewidmet. Der nahe Palacio Ferrer bietet Einlass für Ausstellungen oder Konzerte. Der außen am Gebäude befindliche Aussichtsturm erlaubt seinen Besuchern einen weitschweifenden Blick über die Stadt und deren Bewohner.

Süd

Im früheren Casino Español ist das Museo Provincial untergebracht. In acht Sälen kann man den Reichtum der Bewohner Cienfuegos während der Kolonialzeit erahnen, aber auch die Geschichte der Indios sowie der Stadt beleuchten und Skulpturen von Mateo Torriente, der zu den bedeutendsten Künstlern des Landes zählt, bewundern. Also gleich drei schöne Dinge auf einmal 🙂

Nord

Das Teatro Tomás Terry ist nach einem reichen Zuckerbaron benannt, der als Förderer der schönen Künste galt. Seit 1890 stand die Bühne niemals still.

Und es gibt in Cienfuegos ein zweites Zentrum. Hier schlägt der eigentliche Puls der Stadt. Es liegt am Wasser, allen voran am La Punta. An Festtagen und zum Karneval wird aus dem Platz von der Ave 22 bis zur Ave 34 ein übergroßes Open Air-Volksfestspektakel.

Will man den Querelen entfliehen, empfiehlt sich eine Tour zur Bastion Castillo de Jaguar bzw. mit komplette Namen Castillo de Nuestra Señora de los Ángeles de Jaguar. Sie gilt als eines der wichtigsten Militärbauwerke des Landes. Weiterhin wird erzählt, dass dort nachts die „Lady in Blue“ spukt. Davon unbeeindruckt kann man sich für kleines Geld mit der Fähre unterhalb des Hotels Pasacaballo über die Bucht zur Burg mit dem angrenzenden, etwas verschlafenen Fischerdorf Perché übersetzen lassen. Ein Ausflug, der sich lohnt!

Irgendwo draußen vor der Stadt gibt es zudem das “Taj Mahal“. Ein Atomkraftwerk, das mit Mitteln der ehemaligen UdSSR begonnen und niemals fertig gestellt wurde, in Form des berühmten indischen Palastes. Die Bauruine ist am anderen Ende der Bucht immer noch deutlich sichtbar.

Auf geht es! Die Fahrt nach Trinidad führt durch weite, meist grüne Landschaften. Gelegentlich unterbrochen von den Häuschen der Einheimischen. Die Häuser sind oft reparaturbedürftig, manchmal mit einem Familienpferd oder einem Hauch von Selbstversorgung. Auch die staatlichen Betriebe entsprechen nicht dem Weltmarktstandard. Aber egal, wie es auf Dritte wirkt: Die Menschen auf der Insel sind zufrieden!

Trinidad

Karibisches Trinidad Nächster Stopp: Trinidad oder mit vollem Namen La Villa de la Santísima Trinidad (Die Stadt der Heiligsten Dreifaltigkeit). Hier findet man sich inmitten einer Freibeuter-Kulisse wieder. Es fehlen nur die “Herren Piraten“ mit Augenklappe, Hinkebein und Papagei. Mittlerweile haben jedoch Touristenscharen die Stadt erobert und fest in ihrer Hand. Schmucke Häuser aus der Kolonialzeit sind gern fotografierte Beute.

Trinidad war eine der ersten drei Gründungsstädte der Spanier im 16. Jahrhundert. Interessant ist auch, dass die Städte immer ziemlich gleich angelegt wurden. Im Mittelpunkt ein zentraler Platz, meist als Exerzierplatz angedacht. Und um den Platz herum – wie an einer Perlenschnur aufgereiht – finden sich die einstigen Häuser der Kolonialherren und nicht zu vergessen die obligatorische Kirche. Wie beschrieben findet man dieses Ensemble auch in Trinidad. Der zentrale Platz heißt hier Plaza Major, hat mit der Zeit längst seine militärische Bedeutung verloren und ist vier Ziergärten gewichen. Im Schatten einer griechischen Statue laden weiße gusseiserne Bänkchen zum Verweilen ein. Lampen und Vasen im selben Dekor runden das charmante Ambiente ab. Die Kapelle heißt hier Iglesia Parroquial de la Trinidad bzw. vereinfacht Parroquial Mayor (=große Pfarrkirche)  und dominiert mit ihrer Schönheit das Platzambiente.

Mein Tipp

Das Museo Nacional de la Lucha contra Bandidos bietet einen Aufstieg in den Glockenturm mit garantiert traumhaftem 360-Grad-Panorama an.

Die ehemaligen Paläste der ortsansässigen Zuckerbarone wirken dagegen fast unscheinbar und beherbergen heute Museen, unter anderem das Museo de Arquitectura Colonial oder das Museo Romántico. Die Sahneschnitte ist jedoch das Museo Histórico Principal, das die komplette Geschichte der Stadt erzählt und von dessen Turm aus einem quasi die ganze Stadt zu Füßen liegt.

Reduziert man die Stadt allerdings nur auf ihren Hauptplatz Plaza Mayor und ihre „Perlenschnur“-Sehenswürdigkeiten, so wird man Trinidad nicht gerecht. Es gibt vieles mehr. Unternehmt eine ausgedehnte Eroberungstour und geht auf euren ganz persönlichen Beutezug!

Auch außerhalb von Trinidad gibt es einiges zu entdecken.

Der Gran Parque Natural Topes de Collantes, 18 km von Trinidad entfernt und einer der fünf schönsten Parks des Landes, lädt zum Wandern ein. Die An- und Abreise ist ein Abenteuer für Mensch und Maschine. Um auf die 800 Höhenmeter zu kommen, legt man teilweise eine 70%ige Steigung zurück. Der fahrbare Untersatz schafft es kaum. Oben angekommen, wird man dann auf schmalen Pfaden von Tropengewächsen in XL-Ausführung, kristallklaren Flussläufen und Naturpools am Fuße von Wasserfällen überrascht. Wanderungen durch dieses tropische Gebiet sind zwar aufgrund der Luftfeuchtigkeit ein schweißtreibendes Unterfangen, aber gleichzeitig auch ein lohnender Abstecher in den kubanischen Urwald. Wir hatten uns hierbei für einen Abstecher zum Salto del Caburní entschieden, einem Wasserfall, der aus 62 Metern Höhe kaskadenartig über eine Felswand in ein ausgewaschenes Becken fällt.  Nehmen Sie sich dafür Zeit! Die Tour wurde pro Strecke mit 45 Minuten angegeben.  Mein Praxischeck besagt: Der Abstieg dauerte 45-50 Minuten exklusive einem Sprung ins kalte Nass. Der Aufstieg beanspruchte mit noch mehr Schweiß und rund 75 Minuten.

Nach Piraten- und Urwald-Szenerie ist nun Relaxen am Hausstrand Trinidads angesagt. Am Playa Ancón, wo einst die Schiffe der Eroberer landeten, findet man einen der schönsten Strände Kubas und (noch) kaum Touristenschwärme. Ein hübsches Fleckchen unter schattenspendenten Palmen. Gleichzeitig sehr beliebt bei Unterwassersportlern, denn nur hier ist die selten gewordene schwarze Koralle zu entdecken.

Zur Stärkung gibt es für alle Fischfreunde: den Kuba-Lobster. Dabei handelt es sich aber nicht um Hummer, sondern um Languste. Diese schmeckt hummerähnlich und ist aufgrund ihrer fehlenden Scheren leichter zu essen. Sonst bekommt man wegen des unzureichenden Nahrungsmittelangebot in erster Linie Hähnchen mit Reis oder Reis mit Hähnchen oder Ei. Nach unseren drei Wochen im Land konnte ich ehrlich gesagt Hühnchenfleisch nicht mehr ersehen. Trotz, dass die Kubaner richtig gut, lecker und variantionsreich kochen. Erschreckend: Für die Einheimischen selbst erfolgt die Grundversorgung noch über Lebensmittelmarken und logischer Weise blüht der Schwarzmarkt.

Die Überlandfahrt von Trinidad nach Sancti Spiritus gehört mit ihren 65 Kilometern ebenfalls in die Kategorie „eine der schönsten Straßenrouten Kubas, und das nicht ohne triftigen Grund. Sie schlängelt sich durch das legendäre Valle de los Ingenios, das Tal der Zuckermühlen. Große, offene Landschaften mit riesigen Zuckerrohrfeldern wechseln sich mit Palmenhainen ab. Etwas weniger spektakulär geht es dann ab Kilometer 66 über weites Land direkt nach Camagüey.

Camagüey

Camagüey ist nicht nur die drittgrößte Stadt Kubas, sondern die Stadt der Tonkrüge (Tinajones). Früher dienten sie zum Sammeln von Wasser und waren teilweise mannshoch. Um sich vor Piratenüberfällen zu schützen, wurden die Straßen und Gassen Camagüeys als regelrechtes Labyrinth angelegt. Wie gut, dass es bei diesem Wirrwarr heutzutage Navigationssysteme gibt. Den besten Überblick über die Stadt – quasi die Vogelperspektive – bekommt man von der Dachterrasse des Gran Hotels.

Stadt der Tonkrüge Gerüchteweise sollen etwa 10.000 der Stadthäuser einen historischen Wert haben. Meist sind sie eingeschossige Bauten in plakativen Farben. Camagüey hat zudem außergewöhnlich viele Gotteshäuser. Eine der sieben Kirchen sollte als Minimum auf dem Besichtigungsprogramm stehen. Beispielsweise die Nuestra Señora de la Merced, die im Jahre 1749 errichtete älteste Kolonialkirche vor Ort, einstmals das größte Gotteshaus im ganzen Land. Zahlreiche Jugenstilmotive verzieren die Decken und Säulen. Die Attraktion ist jedoch ein Sarg aus purem Silber, der Santo Sepulcro.

Besucht auch die Klosterkirche Iglesia del Carmen. Der davor liegenden Plaza del Carmen besticht mit seinen pastellfarbenen Häuschen, den traditionellen Tonkrügen und bronzenen lebensechten Skulpturen. Die auffälligsten sind die tratschenden Camagüeyanas.

Gegenüber der beeindruckenden Iglesia de Nuestra Señora de la Soledad geht es in die Calle Maceo, eine verkehrsberuhigte Ladenstraße, zum Bummeln und Schlendern. In den staatlichen Geschäften findet man allerdings eher gähnende Leere in den Auslagen. Konträr dazu ist, dass Polizei oder Sicherheitsleute dafür sorgen, dass nur kleine Besuchergruppen in die Läden eingelassen werden. Zum Vergleich: Das monatliche Durchschnittseinkommen im Land liegt umgerechnet bei 23 Euro.

Mein Tipp

Direkt am Parque Agromonte befindet sich das Café Ciudad. Mit rund fünfzehn verschiedenen Sorten ist es ein Mekka für alle Kaffee-Liebhaber!

Die Catedral Metropolitana (früherer Name: Santa Iglesia Catedral Nuestra Señora de la Candelaria) ist die größte Kirche der Stadt. Die Kathedrale spielt im afrokubanischen Götterglauben eine große Rolle, da die Nuestra Señora de la Candelaria der Santería-Gottheit Oyá entspricht, die wiederum die Königin des Totenreichs verkörpert.

Die Stadt ist auch die Heimat des weltberühmten Balletts von Camagüey. Im Teatro Principal gibt dieses sehens- und erlebenswerte Ensemble oft ein „Heimspiel“. Apropos Kultur: Die Kubaner lieben Kino und schöne Filme. Und in Camagüey befindet sich das Landesfilmzentrum. Unter anderem werden internationale Festivals und Filmpremieren in den vielen Kinos veranstaltet. Für mich persönlich ist dabei das Cine Casablanca der schönste Filmpalast.

Mein Fazit zu Camagüey: Die Stadt ist zauberhaft, touristenarm und die Menschen liebenswert 🙂

Rikscha Will man weiter in den Süden gelangen, gibt es nur einen Weg, und zwar über mit Schlaglöchern gepflasterte Landstraßen. Diese Straßen scheinen ausschließlich für inländische Fortbewegungsmittel geeignet zu sein. Und Kubas Mobilität besteht aus Fahrrädern, Pferden, Rikschas, Kutschen oder Mopeds. Autos sind dagegen seltener, wenn uüberhaupt, sieht man russische Ladas oder die legendären Oldtimer.

Aber keine Sorge, die Autos für uns Urlauber sind moderner, dafür jedoch mit einem speziellen Touristenkennzeichen versehen und nur das extrateure Benzin ist zulässig.

Im Übrigen hören erst 40 Kilometer vor Santiago de Cuba die Schlaglöcher auf. Es gibt sogar noch einmal ein Stück Autobahn. Kuba hat quasi nur eine einzige Autobahn. Von dieser sind gerade einmal rund 60 Prozent fertiggestellt und sie führt längst nicht durch das ganze Land.

Santiago de Cuba

In Santiago de Cuba, der karibischsten aller kubanischen Städte, angekommen, grüßt als erstes der “Bronzene Titan“, ein Reiterstandbild mit aufbäumendem Pferd, umringt von 23 Stahlmacheten. Wir befinden uns am Revolutionsplatz mit Antonio-Maceo-Denkmal.

Um sich einen Eindruck von der zweitgrößten Stadt des Landes zu verschaffen, gibt es einen besonders schönen Aussichtspunkt. Den Balcón de Velázquez. Von hier wurde in früheren Jahrhunderten Ausschau nach Schiffen gehalten und auf Feinde geschossen. Heute werden maximal Fotos durch Touristen geschossen. Etwas friedlicher, aber genauso fotogen geht es auf dem Parque Céspedes, dem Herzen der Stadt, zu. Hier reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die andere: das Rathaus Ayuntamiento, das Museum der Erzdiözese Santiago sowie das Museo Ariquidiocesano, die respekteinflößenden Kathedrale. Und von irgendwo erklingt Musik. Apropos: Die Kubaner mögen Musik, aber sie mögen es auch generell laut, und dies fast rund um die Uhr. Die Innenstädte und auch die Hotels sind immerzu voller lauter Geräusche.

Blick über die Bucht von Santiago de Cuba

Jetzt lassen wir uns treiben! Durch den Trubel die Calle Heredia hinunter zum Hafen Puerto Guillermón Moncada. Er ist der zweitgrößte Frachthafen nach der Sonderwirtschaftszone im Hafen von Mariel bei Havanna. Wir setzen unseren Spaziergang fort. Nun geht es über die sehr stark frequentierte Calle Enramada vorbei am Plaza de Dolores bis ganz hinauf zum Plaza de Marte, früher ein Exerzierplatz. In der Mitte steht eine heroische Siegessäule.

Läuft man von dort aus weiter, kommt man direkt zur Cuartel Moncada. Für die Kubaner ist das die eigentliche und wichtigste Sehenswürdigkeit Santiagos. Der Überfall auf die Kaserne am 26. Juli 1953 unter der Leitung von Fidel Castro gab damals die Initialzündung für die spätere Revolution. Also kubanische Geschichte pur! Wen wundert es da, dass das offizielle Motto der Stadt „Gestern rebellisch, heute gastfreundlich, immer heldenhaft“ lautet. Im Übrigen fand der alte Krieger und der ewiger Revolutionär Fidel Castro genau hier in Santiago seine letzte Ruhestätte.

Meine persönliche TOP 5 in Santiago de Cuba

1Catedral de Nuestra Señora de la Asunción

Die der Himmelfahrt Marias geweihte Kathedrale ist das unangefochtene Wahrzeichen der Stadt. Sie thront auf ein Podest gehoben mit ihrem 34  Meter hohen Hauptportal, während der Engel den ganzen Platz Cespedes überschaut und bewacht. Schon eigenartig ist, dass sich im Geschoss unter der Kirche ein Telekommunikationsgeschäft befindet. So wird quasi für die göttliche und die weltliche Kommunikation gesorgt.

2Museo de Ambiente Histórica Cubano

Das Museum gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in der Region. Das liegt an seiner außergewöhnlichen Sammlung, aber mehr noch am Gebäude selbst. Es war das Wohnhaus des ersten Gouverneurs von Kuba, gilt als ältestes Haus des Landes und zählt zu den fünf ältesten aus Stein errichteten Bauwerken des gesamten amerikanischen Kontinents.

3Librería „La Escalera“

Sehenswert ist diese kleine Buchhandlung schon allein wegen ihres Interieurs und der Menge an meist antiquarischen Büchern. Ich habe mich sogleich verliebt! Gleichsam bekannt und berühmt ist sie aber auch für ihre traditionelle kubanische Live-Musik, jeweils von Montag bis Mittwoch ab 15:00 Uhr.

4Plaza Dolores

Der frühere Marktplatz ist heute eine Art Meeting-Point rund um das Standbild von Francisco Vicente Aguilera, früherer Vizepräsident. Schattige Ruhebänke und die zahlreichen Restaurants und Bars laden zu längerem Verweilen ein.

5Museo Bacardí & Palacio Provincial

Herrschaftlich präsentieren sich diese beiden nebeneinanderstehenden Gebäude im klassizistischen Stil. Das Museum mit seiner spektakulären Säulenfassade zeigt im Inneren die kunstvolle Privatsammlung des schwerreichen Rumfabrikaten Bacardí. Das rosafarbene Nachbargebäude beherbergt hingegen heute die Provinzregierung. Interessanter Weise werden hier der Balkon und das Hochportal von griechischen Bauelementen getragen.

Vergessen Sie bei allem Sightseeing nicht, die zauberhafte Abendstimmung über Santiago de Cuba und seiner Bucht zu genießen. Es empfiehlt sich, auf der Dachterrasse des Hotels Casa Granda einen Drink zu nehmen. Von hier aus haben Sie einen vorzüglichen Blick hinüber zur beleuchteten Fassade der Kathedrale, über den Parque Céspedes auf das gesamte Hafenarsenal und einen auf hoffentlich farbenfrohen Sonnenuntergang.

Ein letzter Trip führt uns vor die Tore der Stadt. Hoch über der Karibik-Küste tront wie ein Adlerhorst oder eine mittelalterliche Lego-Festung das Castillo del Morro. Schön, majestätisch und mit einem unvergleichlichen Weitblick über die Bucht von Santiago bis zur Sierra Maestra.

Meine Empfehlung

Ja, das Land ist heruntergewirtschaftet. Es ist teilweise sehr laut und schmutzig. Man muss in eine teure Touristenwährung umtauschen und wird manchmal übervorteilt. Aber andererseits ist der karibische Inselstaat mit seinen stolzen Städten, facettenreichen Landschaften und reizenden Menschen mehr als bezaubernd und von einzigartigem Charme. Und die offene Zukunft des Landes erhöht aus meiner Sicht noch den Spannungsbogen. Kuba ist sicher und freundlich. Man kann allein über die Insel touren, ohne Sorge haben zu haben. Ich kann euch daher nur dringlichst auffordern, sich wirklich zwei bis drei Wochen Zeit zu nehmen: Entdeckt Kuba für euch! Enjoy Sonne, Salsa, Rum & Sozialismus!

Hat euch mein Reisebericht gefallen? Wenn ja, hinterlasst mir gern euer Feedback oder eine Bewertung (siehe unten). Wenn nein, sagt mir bitte, was ich besser machen kann. Dankeschön!

Lest gern weitere sehr interessante Reiseberichte in meinem Blog. Und in der Galerie findet ihr alle meine selbst gemalten Bilder. Ich wünsche euch viel Spaß beim Anschauen, Lesen und Stöbern!

Simona KindermannFarbsinne

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5 Kommentare
  1. Thomas Dampf

    Liebe Simona, das ist wieder eine traumhafter Reisebericht von Dir über Kuba. Wie schön Du deine Reiseeindrücke hier nieder geschrieben hast ist Traumhaft. Hatte nun Heute einmal Zeit bei dem blöden Wetter es zu lesen und man könnte sofort nach Kuba fahren,wenn das Geld vorhanden wäre. Deine Gemälde sind wunderschön und am Besten finde ich das Bild von der Hafeneinfahrt.
    Freuen uns schon auf deinen nächsten Bericht.
    Liebe Grüße von Thomas

  2. Maria Kindermann

    Nun habe ich mit Interesse Deinen guten Reisebericht von und über Kuba gelesen und bin echt begeistert davon.
    Du beschreibst das so gut, daß man sofort eine Vorstellung davon hat und man am liebsten losfliegen möchte und alles selber sehn will.
    Traumhaft schön-auch die Bilder von Dir, wie immer. Grosses Kompliment liebe Simona und
    weiterhin viel Inspiration und Freude bei Deinen Reisen und komme immer wieder gesund zurück !!
    Mit lieben Grüssen von Maria

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